Historie

Der Grundstein für das Unternehmen wie man es heute kennt wurde bereits im Jahr 1928 gelegt, als KR Adolf Eberwein die erste chemische Reinigung, Wäscherei und Färberei in Klagenfurt, der österreichischen Landeshauptstadt Kärntens gründete. Das Geschäft des Einzelkaufmanns entwickelte sich schnell und bald wurden mehrere Filialen eröffnet. Im Jahr 1953 erfolgte die Umwandlung in eine offene Handelsgesellschaft unter dem Namen Adolf Eberwein & Söhne. Das erfolgreiche Unternehmen erlangte bis über die Landesgrenzen hinaus an Bekanntheit und nahm als inhabergeführtes Familienunternehmen einen hohen Stellenwert in der Kärntner Wirtschaft ein.

Mit dem Tod von KR Adolf Eberwein im Jahr 1960 ging dem Unternehmen die treibende Kraft verloren. Der voranschreitende Technologiewandel der 60er und 70er Jahre sowie das Aufkommen von Waschmaschinen in privaten Haushalten führte zu Umsatzrückgängen und hatte zur Konsequenz, dass das operative Geschäft in den 90er Jahren eingestellt wurde.

Im Jahr 2007 fasst Ing. Fabian Eberwein, Urenkel des Gründers KR Adolf Eberwein, den Entschluss, die Geschäftstätigkeit mit einer vollkommenen Neuausrichtung wieder aufzunehmen – es wurde Raucherzubehör entwickelt, in Lohnfertigung produziert und vertrieben. Binnen der ersten zwei Geschäftsjahre konnten internationale Vertriebskanäle etabliert werden, wobei die Hauptexportmärkte Deutschland, Frankreich, die USA und Israel waren. Die laufenden Entwicklungsarbeiten an den eigenen Produkten hatte zu einem raschen Kompetenzaufbau in den Bereichen Produktentwicklung und Projektmanagement geführt, weswegen EBERWEIN zunehmend mit Anfragen für Auftragsentwicklungen konfrontiert wurde. Rasch konnten neue Branchen erschlossen werden, sodass die Umsätze aus Auftragsentwicklungen den Handel bald ablösen sollten. Dies war im Jahr 2009 Anlass dazu, die Rechte an den eigenen Produkten zu veräußern und sich nunmehr ausschließlich den Planungs- und Entwicklungstätigkeiten zuzuwenden. Mit dem Ziel, ein diversifiziertes und konkurrenzfähiges Leistungsportfolio anbieten zu können, wurde im selben Jahr eine Partnerschaft mit einem nahegelegenen Konstruktionsbüro eingegangen. Das Unternehmen ist bereits seit dem Jahr 1993 als Entwicklungsdienstleister tätig und wird als weiterhin eigenständige Gesellschaft in das Portfolio von EBERWEIN eingebunden. Der Aufbau der bis heute bestehenden Kooperation wurde bereits von MMag. Dominik Kraft-Kinz begleitet. Seit 2012 ist MMag. Dominik Kraft-Kinz operativer Geschäftsführer der EBERWEIN GmbH in Österreich.

Um durch Markt- und Branchenunabhängigkeit eine konstantere Ressourcenauslastung zu erreichen, wurde der Kundenstamm in den folgenden Jahren gezielt erweitert. EBERWEIN konnte nicht nur in den Nachbarländern Entwicklungsprojekte gewinnen, sondern auch in Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie den USA. Zeitgleich wurden über Messeteilnahmen die ersten Kontakte in die VR China aufgebaut. Daraus entwickelten sich wichtige Partnerschaften, weswegen 2013 die Gründung der EBERWEIN Asia Ltd. in Hong Kong erfolgte. Damit konnte der Grundstein für den neuen Geschäftsbereich „Fertigung“ gelegt werden, zunächst ausschließlich im Werkzeugbau und Kunststoffspritzguss. Aufgrund der steigenden Kundenanfragen für Baugruppen mit integrierter Elektronik erfolgte zeitnah eine Vertiefung im Bereich EMS. Die erforderlichen Planungs- und Fertigungskompetenzen konnten durch eine strategische Kooperation mit dem renommierten Unternehmen Ryder Industries Ltd. gewonnen werden. Damit erweiterte EBERWEIN nicht nur das Leistungsspektrum als Systemlieferant. Mit Ryder gewann EBERWEIN auch einen starken Partner, der das Geschäft mit großen Unternehmen und Konzernen ermöglicht.